Beim finalen „Chemnitzer Monitoring – Sichten einer Stadt“ in 2014 blickten am Montagabend rund 50 Gäste aus Zwickau, Neukirchen, Lichtenau, Stollberg, Kirchberg, St. Egidien und natürlich aus Chemnitz auf bemerkenswerte Persönlichkeiten und Ereignisse des Jahres in unserer Region zurück. Unter dem Titel „Special 2014“ stellten sich fünf Referentinnen und Referenten der Herausforderung Pecha Kucha, dem kurzweiligen japanischen Vortragsformat mit 20 Folien à 20 Sekunden.

Den Anfang machte Janko Mauksch aus dem Technologie Centrum Chemnitz. Er präsentierte das 2014 ins Leben gerufene Gründerzentrum am Brühl. Dieses bietet vor allem jungen und kreativen Leuten kurzfristig Raum für Unternehmensgründungen und Co-Working. Die Vision ist es, den Brühl damit zu beleben, Dialog zu fördern, diesen Standort fest zu etablieren,  das studentische Gründen zu unterstützen und somit den Unternehmernachwuchs fördern.

Auch im nächsten Vortrag ging es um die Förderung des Nachwuchses. Claudia Bär, Referentin am Zentrum für Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung an der TU Chemnitz präsentierte die familiengerechte Hochschule unter dem Titel „Vereinbarkeit weiter denken – Wo Familie und Uni perfekt zusammenpassen“. Das  Familienservicebüro steht mit Rat und Tat den jungen Eltern zur Seite. Schon der kleine Nachwuchs wird an der Kinderuni und am Schülercampus gefördert. Der Elternstammtisch bietet die Möglichkeit sich auszutauschen nach dem Motto „Eltern für Eltern“.

„Kinder für Kinder“ war das Prinzip des nächsten Vortrags von Thomas Fankhänel, Leiter des Kosmonautenzentrum „Sigmund Jähn“. „Wie Kinder bei uns ALL-Tag erleben“ im einzigen Zentrum dieser Art in Deutschland  stand hier im Mittelpunkt der Präsentation. Welche Rolle der Namensgeber Sigmund Jähn für das in diesem Jahr 50 gewordene Kosmonautenzentrum spielt, welche Möglichkeiten der außerschulischen Jugendbildung  es gibt und wie es mit dem Nachwuchs aussieht erfuhren die Gäste vom begeisternden ehemaligen Lehrer.

Über 50 hinaus, nämlich bereits die 61. Geschäftsstellenversammlung findet im nächsten Jahr für den deutschlandweit agierenden „MTP - Marketing zwischen Theorie und Praxis e.V.“ statt. Isabelle Wiedemann und Imke Duensing, Leiterinnen dieses Events, berichteten wie sich Chemnitz dabei gegen die Städte Kiel, Hannover und Hamburg durchsetzen konnte.

Beim letzten Vortrag wurde es ganz ruhig im Saal. Die Ebola-Viruskrankheit, mit häufig tödlichem Ausgang, hält seit Mitte 2014 die ganze Welt in Atem. Nicht jedoch die Allgemeinmedizinerin Sabine Kirchner. Sie ist 2014 im Auftrag der Ärzte-Organisation „humedica“ selbstlos nach Liberia gegangen, um im Krisengebiet Monrovia über Präventions- und Schutzmaßnahmen aufzuklären. Obwohl sie keinen Kontakt zu einem infizierten Patienten hatte, stand sie Ende Oktober mit viel Missverständnis und Angst in Ihrer Stollberger Praxis im Fokus. Mit ihrem Vortrag „Eine Nebenwirkung des Virus: Misstrauen in der Heimat“ schilderte sie die Erfahrung und Eindrücke vor Ort und die Nachwirkungen zu Hause. Wer helfen möchte und die Ärzte und das Fachpersonal von „humedica“ in ihrer Arbeit bestärken will, kann hier spenden:

humedica e.V.
Stichwort „Ebolahilfe“
Spendenkonto: 4747
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren
IBAN DE35 7345 0000 0000 0047 47
BIC BYLADEM1KFB

Auch in der spannenden Diskussionsrunde stand Sabine Kirchner im Fokus der Gäste. Das Interesse richtete sich auf die Motivation zum Helfen, wie die jetzige Situation aussieht, wie die Hilfe ankommt und ob sie trotz negativer Resonanz nochmal nach Liberia gehen würde.  Der Abend klang ganz besinnlich zur Weihnachtszeit bei Glühwein und Pfefferkuchen mit warmen Gesprächen mit den Gastgebern Dr. Ina Meinelt und Bernd Reinshagen aus.